Hypodontie
     
Als Hypodontie bezeichnet man eine Zahnunterzahl. Einzelne oder mehrere Zähne sind dann im Kiefer nicht angelegt. Dies kommt im Milchgebiss sehr selten, im bleibenden Gebiss aber bei jedem zehnten Patienten vor.
 
Vor der Behandlung
5-jähriges Mädchen mit Aplasie der seitlichen Milchschneidezähne und zapfenförmigen Frontzähnen.
 
Nichtanlagen von Weisheitszähnen sind am häufigsten. Es folgen die unteren kleinen Backenzähnen und die oberen seitlichen Schneidezähne. Oft finden sich gleichzeitig Formveränderungen an anderen Zähnen. Sie haben dann eine zapfen- oder pyramidenförmige Zahnkrone.
 
Eine Hypodontie ist angeboren und zumeist vererbt. Daher sind in einer Familie oft mehrere Mitglieder betroffen. Zahnunterzahlen treten auch im Zusammenhang mit einigen Allgemeinerkrankungen auf wie z.B. der Lippen-Kiefer-Gaumenspalte, dem Down-Syndrom oder der Ektodermalen Dysplasie.
 
Nach der Behandlung
Befund nach der Behandlung. Die Frontzähne wurden mit Kinderkronen aufgebaut, um Funktion und Ästhetik zu verbessern
 
Links zum Thema:
Universitätsklinikum Erlangen
Universitätsklinikum des Saarlandes